Wie Sie auf unseren Seiten sehen, können Palmen bis zu einer gewissen Grenze auch Schnee und Frost vertragen. Die Frost- oder Winterhärte ist von der Art der Palme abhängig. Zusätzlich ist auch das Alter der Pflanze ausschlaggebend.
Nach auspflanzen der Palme stellt sich zu Beginn des Winters immer die Frage wie ich die Palme vor Frost schützen kann.
Wie ist die frostverträglichkeit meiner Palme?
Die Frosthärte ist bei jeder Palme angeführt. Diese gelten für erwachsene, ausgepflanzte Palmen für kurze Zeit:
Die Frosthärte einer Palme ist von folgenden Faktoren abhängig:
- Bei auspflanzung in der Erde sind Palmen besser geschützt als im Kübel (hier kann der Wurzelballen schneller durchfrieren, als im geschützten Erdreich)
- Je älter und größer eine Palme ist, desto robuster und frosthärter ist sie.
- Kurzzeitiger Frost (über Nacht) verträgt eine Palme besser als auf Dauer.
- Jede einzelne Pflanze hat Ihre eigene Frostgrenze, die immer um einige C° abweichen kann.
Am Frostempfindlichsten sind die Wurzeln, etwas mehr verträgt der Stamm und am robustesten sind die Blätter. Es passiert immer wieder, daß Blätter im Winter absterben, diese Wachsen aber jedes Jahr wieder nach.
Wann ist es an der Zeit meine Palme zu schützen?
Sobald die zu erwartenden Temperaturen der nächsten Tage um etwa 5 C° wärmer sind als die Frostgrenze der Palme. (z.B. Trachycarpus furtunei verträgt -12 C° bis -17 C°. Das bedeutet, die Hanfpalme verträgt auf alle Fälle -12C°, die meisten auch mehr und einige -17 C°. Wenn die Temperatur also unter -7C° fällt, sollten Sie einen Winterschutz bei Ihrer Palme anbringen.
Je nach Standort (z.B. geschützte Hausecke) und Alter der Palme kann der Winterschutz auch zu einem späteren Zeitpunkt angebracht werden.
Der Winterschutz muss keineswegs den ganzen Winter die Palme umgeben. Sollte er auch nicht - da sich bei zu geringer Luftzirkulation Pilze und Fäulnis bilden kann. Es genügt, wenn die Palme wirklich nur an den kältesten Tagen und Wochen geschützt wird. Und übrgens was gibt es schöneres als Palmen im Schnee.
Es gibt 3 Arten des Winterschutzes:
Leichter Winterschutz
Blätter zusammenbinden: Fassen Sie die Blätter nach oben zusammen und binden Sie diese mit einem Seil locker zusammen. Die Blätter sollten nicht zu eng aneinander liegen, damit eine Luftzirkulation gewährleistet wird. Der Wurzelbereich wird mit Rindenmulch, Laub oder Stroh geschützt.
Wurzelschutz: Die Wurzeln der Palme sind der frostempfindlichste Teil der Pflanze. Hier können Sie beim Auspflanzen der Palme schon vorbeugen. Stellen Sie an den Seiten des Pflanzloches Styroporplatten auf, damit haben Sie schon einen wertvollen Frostschutz im Wurzelbereich. Auf alle Fälle sollten Sie die Wurzeln der Palme immer gut vor Frost schützen.
Mittlerer Winterschutz
Blätter zusammenbinden und mit Strohmatte oder Jutesack umwickeln: Binden Sie die Blätter wie oben beschrieben zusammen und wickeln zusätzlich noch eine Stroh- oder Schilfmatte um die Palme und binden Sie diese ebenfalls fest. Die Matte oder der Jutesack sollte die gesamt Palme bedecken, also auch den Stamm. Den Wurzelbereich wie oben beschrieben schützen. Diese Art der "Verpackung" schützt gut vor Wind, Schnee und mittlerem Frost. Sie sollten den Schutz aber nach einigen Wochen für mehrere Tage (sonnige Tage) entfernt werden, damit die Palme Luft bekommt und sich keine Fäulnis bildet.
Guter Winterschutz
Gesamte Pflanze in Styropor verpacken: Die Pflanze wird in eine Art "Styroporverpackung" überwintert. Binden Sie die Blätter wie oben beschrieben zusammen. Danach wird ein Holzgerüst um die Palme herum aufgestellt. Auf dieses Holzgerüst werden dann Styroportafeln angeschraubt. Auch ein Deckel wird aus Styropor angefertigt. Für extremen Frost hängt man eine 60 Watt Glühbirne in die Styroverpackung welche mit einem Temperaturregler im Bereich -3 bis - 7 C° (z.B. bei Trachycarpus fortunei) geregelt wird. Diese Art der Verpackung schützt Ihre Palme auch vor strengem Frost sehr gut. Sollten mehrere warme oder sonnige Tage bevorstehen, ist es ratsam für diese Zeit eine Seite der Styroporverpackung zu öffnen, damit die Palme Luft bekommt und sich keine Fäulnis bildet.
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